Annette Wolfart

Höhenwanderung über Edelfingen

Streckenbeschreibung

Gleich zu Beginn Ihrer Wanderung auf dem Bahnhofsvorplatz wächst ein Lindenbaum mit weit ausladender Krone. An diesem Baum können Sie sehen wie ein Solitärbaum in seine charakteristische Form hineinwächst da er alleine steht und genügend Platz hat um seine Äste in alle Richtungen beliebig auszustrecken.
Hauswurz

Hauswurz

Direkt vom Bahnhof aus haben Sie bereits eine wunderbare Aussicht auf Edelfingen und die gegenüberliegende Hügelkette auf der Sie heute wandern werden. Den Bahnhof im Rücken wenden Sie sich nach links und biegen in der gleich darauf folgenden Kreuzung nach rechts ab. Dieser Straße folgen Sie bis über die Tauberbrücke.

Von der Brücke selbst haben Sie einen schönen Blick auf das malerische Wehr mit prächtigen Pappeln, Weiden und vielen Wasservögeln, eine der unzähligen schönen Stellen am Wasser im Taubertal. Direkt nach der Brücke rechts geht es das Tauberwehr entlang, rechter Hand gedeihen hier Gänsefingerkraut, Blutweiderich, Schafgarbe und Beifuß. Durch Obstwiesen und Schrebergärten geht es weiter bis zur nächsten Kreuzung an der Sie nach links abbiegen. Werfen Sie ruhig auch einmal einen Blick über die Gartenzäune, ein bäuerliche Hausgarten birgt gar manch unerwarteten Schatz in sich.

Zwischen den ersten Beiden Gebäuden (eine Gerätehalle und ein Wohnhaus) führt ein Fußgängerweg mit den unvermeidlichen Fahrradbremsschranken am Eingang in die Straße “im Grund”, dieser folgen Sie geradeaus leicht bergauf bis zur Fußgängerampel an der Hauptstraße. Nach der Ampel geht es weiter bergauf an einer mit Eberesche, Kiefern und einer schönen Lärche umwachsenen Kapelle vorbei dem Pförtlesweg folgend durch ein Wohngebiet bis zur Kreuzung Bandhaus/ Pförtlesweg. Hier biegen Sie rechts ab und nach wenigen Schritten in den landwirtschaftlichen Weg auf der linken Seite.
Blick auf Bad Mergentheim vom Mont de Scherbelino mit wilder Karde im Spätsommer

Blick auf Bad Mergentheim vom Mont de Scherbelino mit wilder Karde im Spätsommer

Diesem Weg folgen Sie ohne abzubiegen sanft bergauf und in einer weitläufigen Rechtskurve die Bergflanke entlang durch Getreidefelder bis Sie eine Querstraße erreichen. Mit jedem Schritt reicht der Blick ein Bisschen weiter bis Sie an der Kreuzung eine wunderbare Aussicht in Beide Richtungen des Taubertal haben. Achten Sie auf den Bewuchs an den Feldrändern und in der Mitte des Weges: hier wachsen unter anderem die Heilpflanzen Ackervergissmeinnicht, Kamille, Schafgarbe und verschiedene Taubnesselarten. Sie biegen nach links in die Querstraße ein und wenden sich wieder bergauf in Richtung der ehemaligen Bauschuttdeponie – zu erkennen als ein mit Bäumen bewachsener kleiner Hügel. Die Bauschuttdeponie (auch Mont de Scherbelino genannt) können sie beliebig umrunden, die Wege führen auf der anderen Seite wieder zusammen und in alle Richtungen haben Sie eine noch bessere Aussicht auf die umliegende Landschaft im Taubertal.

Wilde Karde und kanadische Goldrute

Wilde Karde und kanadische Goldrute

Wenn Sie den Mont de Scherbelino südlich bzw. unterhalb umrunden führt Sie der Weg an einem Holzlagerplatz vorbei auf dem Sie eine Fülle an wertvollen Heilpflanzen entdecken wie z.B. Johanniskraut, Große Klette, Beinwell und Goldrute.

Am Ende des Holzlagerplatzes trifft sich dieser Weg mit dem der den Scherbelino nördlich umrundet, Sie gehen geradeaus weiter auf einem asphaltierten Weg. Zwischen Schlehen und Hagebutten führt Sie dieser leicht geschwungene und aussichtsreiche Weg über die gesamte Hügelkuppe. Auf der gesamten Strecke haben Sie ein bemerkenswertes Panorama auf einen weiten Teil des Taubertales. An den Wegrändern finden Sie Odermenning, Labkraut und Dost. Sie folgen diesem aussichtsreichen Weg bis zu einer Fahrstraße in einer Senke.
Hier sind Sie richtig

Hier sind Sie richtig

Diese überqueren Sie und gehen auf der gegenüberliegenden Talseite wieder bergauf. An einem Wanderparkplatz rechter Hand können Sie kurz den Weg verlassen und die Aussicht auf den Vogelberg bei Unterbalbach genießen. Wieder zurück auf dem Weg und vorbei am Parkplatz erreichen Sie nun die Geinhartshütte mit Grillplatz. Nach der Hütte beginnt eine Wacholderheide mit Magerrasen, im Frühling blüht hier die geschützte Küchenschelle. Ein schmaler Pfad führt sie von der Hütte ab zwischen Wald und Wachholderheide talwärts und in einer Rechtskurve in den Wald hinein. Diesem Pfad folgen Sie ohne abzubiegen durch den duftenden Kiefernwald mit Nelkenwurz, Walderdbeeren und Ilex bis zu einer Weggabelung. Hier wählen Sie den Pfad links der Sie weiter talwärts führt (Wegmarke 20 an einer Kiefer ca. 30 m nach der Gabelung) und wandern in großen Serpentinen mit einem traumhaften Panoramablick auf das Taubertal durch den Ostertalweg bis zur Kreuzung mit Ampel an der Hauptstraße. Nach der Hauptstraße führt sie die Theobaldstraße durch das ganze Dorf geradeaus über die Tauberbrücke und wieder zum Bahnhof zurück.

Streckenübersicht mit Google Maps

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Route

Eckdaten

Tipps: alle Höhenwege um Edelfingen sind zur Zeit der Obstblüte besonders empfehlenswert, da um das Dorf herum mehrere Hundert Obstbäume wachsen. Im Frühling blicken Sie auf ein Meer an Apfelblüten im Tal während Sie selbst auf der Höhe durch blühende Schlehen, Kirschen und Weißdorn wandern.
Anfahrt: mit dem Zug, Stadtbus und Linienbus
Dauer: 2 – 2,5 h, circa 250 Höhenmeter
Empfohlene Landkarte: topographische Karte 1:25000, Nr. 6424 Lauda – Königshofen, erhältlich im Buchhandel z.B. bei Moritz & Lux, Bad Mergentheim und in meinem Online Shop.
Sie können sich die Tourenbeschreibung auch ausdrucken und mitnehmen.
Einkehr-
möglichkeit
:
La Stazione Da Enzo im ehemaligen Bahnhof von Edelfingen mit Biergarten.
Öffnungszeiten 11:30 – 14:00 und 17:00 – 23:30, Montags Ruhetag.
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